monochrom ist durchaus eine international agierende,
in wien, graz und
bamberg situierte kunstneigungsgruppe, seit 15 jahren umtriebig,
mit diversen volontariaten in zahlreichen realitäten: internationale kunstszene,
apfelsortenzucht, powerpointoperetten, feldgottesdienste,
beweisführungen, schirmherrschaften, soziale praxis, game- und
schämshows, theorie, internet, dübel und schnittchen. v.a. das sammeln,
gruppieren, registrieren und befragen (befreien?) von alltagskulturellen
vernarbungen ist monochrom passion und quasi-ontologischer auftrag.
kulturarchäologische grabungssondagen in ideologie- und
unterhaltungsstätten. staatlich geprüftes
rhizom. die schönheit der impliziten kaputtheit der
selbstverständlichkeit ist anlass für phänomenologische
wollust und (benutzer-)freundliche mikropolitische übernahmen.
oder so.
bildet to-do-stapel!
Irgendjemand meinte letztens zu mir, (sorry, dass ich mich nicht mehr erinnere), monochrom seien deswegen so gut, weil mensch immer denkt, sie wären auf der eigenen Seite, aber sie scheißen ja doch allen ins Gesicht.
In 1938 Austria joined the Third Reich. Millions cheered Hitler and in the referendum 99.75% said 'yes' to 'Greater Germany'. But after World War II, many Austrians sought comfort in the idea of Austria as "the Nazis' first victim". Factions of Austrian society tried for a long time to advance the view that it was only annexation at the point of a bayonet(te). But it's time to embrace history. It's time to remember the feel-good days of 1938. It's time to let our real feelings out! It's time to hug the Nazi, Austria! Finally!
johannes grenzfurthner wurde als monochrom-vertreter von ö1 diagonal zum thema: "spektakel - der inszenierte ausnahmezustand" interviewt. samstag, 28. juni 2008, 17:05. link
treffpunkt für den make-up-workshop: samstag, 28. juni 2008, 12 uhr @ monochrom büro museumsquartier. wichtig: krocha-outfit bitte selbst mitbringen! wir haben kapperl, blut und fleischwundenmaterial, den rest bitte selbst mitbringen.
start des mobs: samstag, 28. juni 2008, 14:15 uhr @ monochrom büro.
"datum", ausgabe juli/august 2008: gerhard stöger wagt in seiner kolumne "musik aus österreich" einen historisch-persönlichen rückblick auf monochrom und präsentiert "carefully selected moments".
didi neidhart rezensiert im skug-magazin (#75) unsere cd "carefully selected moments". hier ein ausschnitt aus dem text.
Wenn der aktuelle monochrom-Sampler »Carefully Moments« etwas ist, dann keine Parodie auf die Verhältnisse, sondern schlicht ein Anti-Statement. Gegen neoliberales Gewäsch (»Im söbn Boot«) hilft eben nur Ideologie als Waffe (»Schießt auf Sloterdijk«) und ein Antagonismus, der Dialektik nicht mit Ironie und Ironie nicht mit Zynismus verwechselt. Denn Zynismus als Pickerlausdruck verlorener Ideologien, Glaubenssätze und Liebschaften wird hier gleich gar nicht hereingelassen. Dafür funktioniert die Ironie nach der Methode Pflugscharen wieder zu Schwertern zu machen (»Meine Ehre heißt Cultural Diversity!«). Es wäre ja auch ein Schuss ins eigene Knie, würde es sich hier um einen rein aus Romantik und Nostalgie bolschewistisch maskierten Spaß-Verein handeln. Das würde nicht nur den u.a. von Johannes Grenzfurthner und Frank Apunkt Schneider verfassten Texten (man höre nur »Lidl-Girl«, »myfacespace.com«), sondern vor allem auch der Musik schaden. Und die ist hier so kurzweilig wie überraschend. Palimpsest Or Die! [...]
brave new what? new archetypes / more naked adventures in hypotopia
unsere artist in residence jesse darlin' präsentiert ihr residency-projekt:
Brave New What? New Archetypes / More Naked Adventures in Hypotopia Artist-in-Residence im quartier21 auf Einladung von monochrom
Was wäre, wenn es nichts Heiliges mehr gäbe? Was wäre, wenn es nichts Profanes mehr gäbe?
Wir leben auf dem Trümmerhaufen der Postmoderne, am Ende der Welt, am obersten Ende der Nahrungskette. Die Konsumkultur ist eine unersättliche Maschine, die am laufenden Band beliebige konsumfertige Bilder und Ideen für die Massen ausspuckt und archetypischen Abfall und philosophischen Müll produziert.
Sowohl das Heilige als auch das nur allzu Weltliche werden durch völlige Übersättigung und totale Vereinnahmung zu etwas Banalem gemacht: zu gut verkäuflichen Markengöttern; Ideologien von der Stange; Schönheit, die man kaufen kann.
Irgendwo im Untergrund, im Müll, existiert eine Parallelwelt, in der die auf der Müllhalde gelandeten Prototypen und Archetypen recycelt und neu interpretiert werden. Das ist die Hypotopie, eine brüchige und sich ständig verwerfende psychogeografische Ebene aus temporären autonomen Zellen und spontanen ästhetischen Subkulturen. Wir sind Aasfresser, Jäger und Sammler, Bricoleurs: Wir erben den Abfall, der vom Mainstream angeschwemmt wird. Der Konsumgesellschaft entfremdet und auf der Suche nach den verlorenen Archetypen, die in unserem eigenen Code fest verdrahtet sind, erschaffen wir ein schönes neues Was-auch-immer aus dem Überfluss und dem Müll, aber auch aus jenen prekären Augenblicken, die sich für alles Geld der Welt nicht kaufen lassen.
Diese Serie ist das Ergebnis einer Reihe von spontanen Performance-Experimenten.
Die Gastkünstlerin Jesse Darlin' ist Piratin, Rebellin, Neoromantikerin, Mietmuse und Archetyp in progress und arbeitet in den Bereichen experimentelle Performance, Post-Popmusik und Mixed Media-Bricolage. Inspiration für ihre Kunst bezieht sie aus DIY-Kultur, Hacker-Gesinnung, Guerillatheater, Außenseiter- und gefundener Kunst sowie drahtlosen Memen, die alle Plattformen und Grenzen überschreiten. Sie lebt die meiste Zeit in London und Amsterdam und treibt sich von dort aus im hypotopischen Äther herum.
Eröffnung: Mi 25.06., 19hAusstellungsdauer: 26.06. bis 31.07.2008, tägl. 10-20h Ort: AiR base next Freiraum/quartier21, transeuropa
wir werden den film "fabian, der goldschmied" zeigen, der anhand eines fiktiven spätmittelalterlichen goldschmieds eine deutung unseres geldsystems versucht. ob das gelingt?(*)
arse elektronika: "a series of controversial dildonics"
prixxx arse wurde auf fleshbot und gizmodo gefeatured.
San Francisco's annual Arse Elektronika events sees the sexiest of the geeky (or the geekiest of the sexy) trying to outnerd each other with fabulous sexual inventions that are impractical, implausible, and exactly what you want for Christmas. It's also a great way for tinkerers of this sort to experiment with new and wacky ideas. Like, say, a vibrator that's hooked up to the U.S. Geological Survey and only buzzes when there's an earthquake somewhere in the world: you just plug it in, turn it on, and ... wait for a completely unpredictable natural disaster! Only trouble is that when your own "Big One" finally arrives, it's tempered by the realization that a building might have collapsed somewhere with people trapped inside. Talk about a buzzkill.